Unsere Geschichte

Wie aus einer Frage eine Initiative wurde.

Zwei Kapitel darüber, wie aus einem abgesagten Terminkalender eine Stiftung wurde und aus einer Idee ein Team von siebzehn Menschen.

Kapitel 1

Die Geschichte beginnt im Käfertaler Wald, mit einer Frage, die Patrics Vater ihm als Kind stellte.

Warum mir der Wald nie mehr gleichgültig sein konnte

Kapitel 2

Manchmal verändert ein einziger Satz ein ganzes Leben.

Wenn mich heute jemand fragt, warum ich Bäume pflanze, erzähle ich selten zuerst vom Wald. Ich erzähle von einer Frage, die mein Leben verändert hat.

Als ich im Jahr 2020 einen Unternehmer in einer Frankfurter Anwaltskanzlei betreute, ahnte ich nicht, dass dieses Gespräch mein Leben verändern würde.

Mitten am Tag stellte er mir eine ungewöhnliche Frage:

„Kannst du dir vorstellen, in einer Stiftung mitzuarbeiten?“

Ich lächelte höflich. Mein Terminkalender war bis auf Monate gefüllt. Als Trainer für Rhetorik und Kommunikation war ich ständig unterwegs. Für eine Stiftung, die es noch gar nicht gab, schien in meinem Leben schlicht kein Platz zu sein.

Drei Tage später kam der Lockdown.

Innerhalb weniger Tage verschwanden Aufträge, die eigentlich für Monate geplant waren. Pressekonferenzen wurden abgesagt. Seminare verschoben. Betriebsversammlungen storniert. Eine ganze Branche stand plötzlich still.

Da erinnerte ich mich an diese eine Frage.

Ich griff zum Telefon.

Nur kurze Zeit später war ich Gründungsvorstand einer Stiftung für Nachhaltigkeit.

Was zunächst wie ein beruflicher Umweg aussah, wurde zu einer Reise, die mich bis heute begleitet. In zahllosen Gesprächen mit Förstern, Waldbesitzern und Naturschützern entdeckte ich etwas neu, das mich eigentlich schon mein ganzes Leben begleitet hatte: meine Liebe zum Wald.

Ich begann zu verstehen, dass ein Wald viel mehr ist als eine Ansammlung von Bäumen.

Er ist Lebensraum.
Klimaanlage.
Wasserspeicher.
Ruhepol.
Hoffnung.

Als die Pandemie vorbei war, kehrte ich zwar in meinen eigentlichen Beruf zurück und leitete wieder eine Akademie für Weiterbildung. Doch der Wald ließ mich nicht mehr los. Parallel durfte ich erneut an einer Stiftung für Nachhaltigkeit mitwirken und entwickelte dort ein großes Projekt mit einem mutigen Ziel:

Eine Million neue Bäume.

Irgendwann wurde mir klar, dass manche Ideen jemanden brauchen, der bereit ist, Verantwortung zu übernehmen.

Also gründete ich WALD LUFT ATMEN.

Nicht, weil ich glaube, die Welt allein verändern zu können.

Sondern weil ich überzeugt bin, dass große Veränderungen fast immer mit einer kleinen Entscheidung beginnen.

Mit einem Menschen.

Mit einem Baum.

Heute suche ich Menschen, die diese Überzeugung teilen.

Menschen, die Bäume lieben. Die den Wald lieben. Die kommende Generationen lieben. Und die glauben, dass Zukunft nicht irgendwann entsteht, sondern dort, wo wir heute anfangen.

Wenn Sie diese Geschichte berührt, freue ich mich, wenn Sie Teil von WALD LUFT ATMEN werden.

Nicht weil Sie müssen.

Sondern weil Sie es möchten.

Denn vielleicht beginnt auch Ihre Geschichte mit einer einzigen Entscheidung.

Und vielleicht steht irgendwo schon der Baum, der einmal davon erzählen wird.

Vielleicht pflanzen wir am Ende gar keine Bäume. Vielleicht pflanzen wir Zuversicht. Denn jeder Baum ist eine stille Entscheidung.

Jetzt fehlen nur noch Sie.

Es gibt einen Satz, der mich seit meiner Kindheit begleitet.

„Das sind deine Freunde. Deine Verbündeten. Sie machen die Luft, die wir zum Atmen brauchen.“

Heute weiß ich, dass mein Vater damals nicht nur von Bäumen sprach.

Er sprach auch von Menschen.

Denn genauso wie ein Wald nicht aus einem einzigen Baum besteht, entsteht eine Initiative nicht durch einen einzigen Menschen.

Sie wächst, weil immer mehr Menschen sagen:

Das ist auch meine Geschichte.

Kapitel 3

Wie aus einer Idee eine Initiative wurde.

Gar nicht so einfach.

Da ist dieser kleine Junge, der mit seinem Vater durch den Wald geht und zum ersten Mal begreift, wem wir jeden Atemzug verdanken.

Viele Jahre später arbeitet derselbe Junge als Kommunikationstrainer. Er begleitet Unternehmer, CEOs und Pressesprecher und beschäftigt sich täglich mit Sprache, Führung und der Frage, wie aus Gedanken Wirklichkeit wird.

Was hat das eine mit dem anderen zu tun?

Damals hätte ich gesagt: nichts.

Dann kam der Anruf, von dem das vorige Kapitel erzählt: die Frage in der Frankfurter Kanzlei, meine Absage, drei Tage später der Lockdown. Wenig später war ich Gründungsvorstand einer Stiftung für Nachhaltigkeit.

Dort lernte ich eine der wichtigsten Lektionen meines Lebens.

Eine gute Idee verändert die Welt nicht.

Sie braucht Menschen, die an sie glauben.

Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.

Also begann ich, nach Verbündeten zu suchen.

Zu den Ersten gehörte der Deutsche Allergie- und Asthmabund. Unsere Gespräche machten schnell deutlich, dass Gesundheit und Wald viel enger zusammengehören, als viele vermuten. Denn was könnte für Menschen mit Atemwegserkrankungen wertvoller sein als gute Luft?

Kurz darauf entstand der Kontakt zum Forum für medizinische Fortbildung. Manchmal genügt ein einziges gemeinsames Mittagessen, um zu spüren, dass Menschen dieselbe Vision teilen.

Mit der Zeit kamen immer mehr dazu.

Heiko Schaffartzik übernahm die Schirmherrschaft unserer Initiative.

Dr. Gabriele Feller-Heppt brachte ihre medizinische Erfahrung und ihre Begeisterung für den Wald ein.

Daniel Becker, Dr. Joachim Hofmann, Maurice Mandago, Collin Bootsveld, Marcel Giustolisi und Lukas Lavicka begannen, ihre ganz unterschiedlichen Fähigkeiten einzubringen.

Heute engagieren sich siebzehn Menschen für WALD LUFT ATMEN: im Team, im wissenschaftlichen Beirat und in der Schirmherrschaft.

Sie kommen aus der Medizin, der Wissenschaft, der Wirtschaft, der Kommunikation, der Technik und dem Sport.

Sie denken unterschiedlich. Sie arbeiten unterschiedlich. Aber sie verbindet dieselbe Überzeugung.

Dass wir der Natur etwas zurückgeben sollten, von der wir jeden Tag leben.

Als Spitzensportler habe ich früh gelernt: Erfolg ist niemals eine Einzelleistung.

Ich glaube an die Kraft guter Teams. Im Sport. Im Beruf. Und beim Schutz unserer Lebensgrundlagen.

Heiko Schaffartzik, Schirmherr der Initiative Wald Luft Atmen

Heiko Schaffartzik

Schirmherr der Initiative

Warum ich Schirmherr geworden bin

Vielleicht beginnt jede große Veränderung auf dieselbe Weise.

Nicht mit einem perfekten Plan.

Nicht mit viel Geld.

Nicht mit einer Organisation.

Sondern mit einem Menschen, der sagt:

„Das ist mir nicht egal.“

Und dann findet dieser Mensch andere, die dasselbe empfinden.

Genau so ist WALD LUFT ATMEN entstanden.

Und vielleicht beginnt auch die nächste Geschichte genau so.

Patric P. Kutscher, Initiator der Initiative Wald Luft Atmen

Patric P. Kutscher

Initiator & Sprecher der Initiative

Unsere Überzeugung

Ein Baum verändert nicht die Welt. Aber er verändert den Ort, an dem er steht.

Millionen Bäume verändern schließlich eine Landschaft. Und Millionen verantwortungsvoller Entscheidungen verändern eine Gesellschaft.

Deshalb verstehen wir jeden gepflanzten Baum als weit mehr als einen Beitrag zum Klima. Er ist Ausdruck einer Haltung. Einer Entscheidung, Verantwortung zu übernehmen: für unsere Umwelt, für kommende Generationen und für das Leben selbst.

WALD LUFT ATMEN glaubt daran, dass nachhaltige Veränderung nicht bei Institutionen beginnt, sondern bei Menschen.

Jeder Baum erzählt deshalb dieselbe Geschichte: Jemand hat sich entschieden, nicht abzuwarten, sondern zu handeln.

Aus vielen einzelnen Entscheidungen entsteht eine Bewegung.

Und aus einer Bewegung wächst Zukunft.